Der heutige Blogeintrag richtet sich an Bildbearbeiter und Composingfreunde die immer noch Probleme mit dem richtigen Einbauen von Böden und Wänden in ihren Arbeiten haben.

Wer kennt das Problem denn nicht? Ich habt ein Model freigestellt, baut es in eine neue Umgebung ein und es passt einfach nicht zu 100% zusammen. Der Winkel passt nicht, die Perspektive wirkt verzerrt oder man hat einfach das Gefühl ein nicht stimmiges Bild zu betrachten.

Wie helfe ich mir dabei und was für Tricks kann ich euch heute dazu mit auf den Weg geben? :

  1. Der Horizont muss genau auf der selben Höhe liegen wie beim Hintergrund
  2. Die Brennweite sollte möglichst ähnlich sein
  3. Nutzt die selbe Kamerahöhe (Winkel) wie beim erstellen des Hintergrunds

Beispiel:

Sucht euch den Horizont im Bild. Ein gutes Beispiel ist das Video mit Martin Krolop aus unserer Composingstrecke das zeigt, wie man auch aus nicht so offensichtlichen Bildern die wichtige Linie herausfinden kann.

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Die Geleise sind ideal um den Fluchtpunkten zu folgen. Dort wo sie sich treffen findet man auch zu 100% den Horizont, egal wie gerade oder schief das Bild aufgenommen wurde.

Ein Beispiel aus dem Studio: 

Man sollte wissen, in welcher Höhe das Stockbild aufgenommen wurde, nur so kann man auch im Studio dann die perfekte (gleiche) Höhe der Kamera für sein Model einstellen. In der Regel gilt: Erst das Hintergrundbild machen und dann im Studio Licht Höhe und Kameraeinstellungen angleichen. In meinem Bild wurde der Horizont durch das Ende des Hintergrunds (Papierrolle) ermittelt. Falls ihr das nicht könnt, legt einfach ein Blatt DINa4 vor das Model auf den Boden (es soll parallel zur Hintergrundkante laufen)

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Der Boden wird in eine Gruppe gelegt und auf einer weiteren Ebene werden die Fluchtpunkte eingetragen. Nun kann man die Gruppe über das Bild des Models legen und die Deckkraft etwas reduzieren. Jetzt ist man in der Lage die Linien im Studio und die Linien der Halle genau auszurichten.

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Es klappt einfach nicht?

nun ja, das kommt vor, gerade auch aus dem Grund wenn der Winkle nicht zu 100% passend ist. Man kann zwar mit Hilfe des Transformieren Werkzeuges noch viel retten, jedoch muss man auch einfach ab und an mal akzeptieren, dass die Bilder nicht zusammen passen. (dann geht die Stocksuche auf ein neues los 😉 )

Liebe Grüße aus den ARTstudios in Innsbruck… euer Matthias

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